Die genauen Auswirkungen auf Waldtiere sind nicht erforscht. Da in der Umgebung von Windkraftanlagen Veränderungen des Klimas auftreten, verursacht durch die Sogwirkung der Anlagen, ist von Austrocknungseffekten in Walgebieten auszugehen. Das hat sicherlich Störungen im Bereich der Bodenlebewesen, aber auch der Amphibien und Schlangen zur Folge. Im Bereich der Betonausdünstungen erlischt das Leben der Kleinstwesen.

  • Vögel

Wer durch Reinhardshain geht, dem sollten die Schwalben auffallen. Sowohl Mehl- als auch Rauchschwalben finden sich. Wagt man sich weiter vor, findet man in den Feldern Lerchen – kaum noch zu erleben! Alles Zugvögel – die von rotierenden Rädern erschlagen werden.

Rotmilane, Störche und Schwarzstörche, Mönchsgrasmücken, Zilpzalpse, Stare, Misteldrosseln – sie alle sind Zugvögel und werden durch die rotierenden Räder erschlagen.

Das gilt auch für die „Überflieger“: Reinhardshain wird sowohl auf der Winter- als auch auf Frühjahrsroute von Kranichen überflogen –mit Windrädern werden wohl nur wenige das Überfliegen überleben.

Den bleibenden Vögeln geht es nicht besser: Eulen (mühsam hier durch Nabu-Projekte angesiedelt) versterben ebenfalls durch Windkraftanlagen.

Wer jemals gesehen hat, wie sich im Herbst (nachdem sie noch die Kirschen genossen haben) ein Starenschwarm gesammelt hat, der kann sich vorstellen, was für ein Gemetzel entsteht, wenn der Schwarm in einen Windradsog gerät.

Bei den Rotmilanen geschieht noch furchtbareres: Rotmilane, strengstens geschützt, da sie vom Aussterben bedroht sind, stellen ein Hindernis für die Errichtung der Windkraftanlagen dar. Deshalb werden ihre Horste zerstört, die Tiere vergiftet oder geschossen! (gab es nicht auch hier schon zu seltsamen Zeiten Schüsse im Wald?)

Rotmilane haben hier einen Hauptsammelpunkt vor dem Zugbeginn – sollten Windkraftanlagen entstehen, ein Gemetzel mit unwiederbringlichen Zerstörungen.

  • Fledermäuse

In Reinhardshain und Umgebung siedeln und überwintern unterschiedliche Fledermausarten – auch in den vorgesehenen Waldgebieten. Sie werden – eigentlich geschützt – durch die Rotoren zerschmettert. Und wenn sie nicht durch die Anlagen direkt getötet werden, müssen sie verhungern. Denn:

  • Insekten

Alle beklagen das Insektensterben, das Veröden der Landschaft…Windkraftanlagen vernichten ca. 12.000 Tonnen/Jahr. Zusätzlich kommen „angeschlagene“, nicht mehr lebensfähige hinzu, die langsam eingehen. Durch das Insektensterben an Windkraftanlagen veröden die Landschaften, da die Insekten als Bestäuber ausfallen und eine Vielzahl von Insektenfressen schlicht verhungern.

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